BURN OUT

 

Burnout beschreibt keinen gewöhnlichen situativen Alltagsstress, sondern vielmehr einen langsamen Prozess des zunehmenden Selbstverlusts bzw. den Endpunkt der totalen seelischen und körperlichen Erschöpfung.

Im Burnout-Prozess dominieren anfangs noch Tatendrang und Leistungswunsch, im Verlauf kann es jedoch zu verstärkten Anstrengungen, einer fortschreitenden Vernachlässigung eigener Bedürfnisse und innerer Leere bis zur Depression und totalen Erschöpfung kommen.


burnout-phasen-entwicklung

Vermehrter Drang, etwas beweisen zu wollen,

extremes Leistungsstreben.

Vernachlässigung persönlicher Bedürfnisse, Hobbys und sozialer Kontakte.

Überspielen der inneren Probleme.

Zweifel am eigenen Wertesystem.

Verleugnung der entstehenden Probleme.

Zunehmende Geringschätzung anderer Menschen.

Rückzug bis hin zur Vermeidung sozialer Kontakte.

Deutliche Verhaltensänderungen, fortschreitendes Gefühl der Wertlosigkeit, zunehmende Ängstlichkeit.

Depersonalisierung durch Kontaktverlust zu sich selbst und zu anderen.

Innere Leere und verzweifelte Versuche, diese durch Ausflüchte zu überspielen (Sexualität, Essgewohnheiten, Alkohol, Drogen).

Depression mit Gleichgültigkeit, Hoffnungslosigkeit, Erschöpfung, Perspektivlosigkeit.

 Erste Selbstmordgedanken; akute Gefahr eines mentalen und physischen Zusammenbruchs.

Entstehung

Ein Burnout erwächst aus den individuellen Lebensumständen des Patienten. Negativer Stress, ein Leben auf der Überholspur, ständige Belastung, hoher sozialer, finanzieller oder familiärer Druck, ständige Erreichbarkeit und das Gefühl nie völlig abschalten zu dürfen – das sind einige der Ursachen, die auf kurz oder lang den Körper und die Seele aus dem Gleichgewicht bringen können.

THERAPIE

Hinterfragen von bisherige Gedanken- und Verhaltensmuster.

Regulierung des Energieverbrauchs.

Ressourcenaktivierung, lernen vorhandene Kraftquellen besser zu nutzen.

Sie überprüfen und verändern krankmachende Lebenshaltungen.

      Sie erlernen Entspannungsübungen und normalisieren ihr vegetatives Nervensystem.


Seelische Balance verdient eine Chance